Finnland ist 2019 Partner von STAMP, dem internationalen Festival der Straßenkünste. Drei Ensembles sind zu erleben: Sisus Sirkus mit ihrer Show Mosh Split, das Akrobatik-Duo Kate & Pasi sowie die Luftakrobatik-Show Yablochkov Candle von Ilona Jäntti und Aino Venna.

Das reine Frauen-Ensemble Sisus mit Sitz in Finnland wurde 2014 gegründet. Die Ensemble-Mitglieder sind schon seit Teenagerzeiten eng befreundet; darüber hinaus vereint sie ihr gemeinsamer Sinn für Humor. Nach ihrem Abschluss als professionelle Zirkuskünstlerinnen der Zirkusschule in Lahti tourten sie zunächst als Solokünstlerinnen, setzten ihr Studium außerhalb Finnlands fort und waren an verschiedensten künstlerischen Projekten weltweit beteiligt. „Mosh Split” ist ihre erste eigene Show, mit der sie bereits in ganz Europa zu sehen sind.

Zwischenmenschliche Beziehungen und die Dynamik von Paaren haben es Kate & Pasi angetan. Das Duo bestehend aus Katerina Repponen und Pasi Nousiainen arbeitet seit 2010 zusammen und ist bereits in über 20 Ländern gemeinsam aufgetreten. Ausgebildet an den Zirkusschulen Lahti und Circuspiloterna in Schweden sowie der Kiev Circus Academy zeigen sie in Hamburg eine Hand-auf-Hand-Akrobatikshow mit viel Feingefühl und Selbstironie.

Zirkuskünstlerin Ilona Jäntti und Sängerin/Liedermacherin Aino Venna schließlich begeistern in „Yablochkov Candle” mit einer Kombination von Konzert und Luftakrobatik, die von Kunst und Performance des 20. Jahrhunderts sowie französischen Chansons und Old School Rock ’n’ Roll inspiriert ist.

Das gesamte finnische Programm:

Sisus Sirkus
31.5. 20.30 Uhr
1.6. 18 Uhr
2.6. 18 Uhr

Kate & Pasi
14.6. 18 Uhr
15.6. 15 und 18 Uhr
16.6. 13 und 16 Uhr

Ilona Jäntti & Aino Venna
14.6. 19 Uhr
15.6. 13.45, 17 und 19 Uhr
16.6. 13.30 und 14.45 Uhr

 

Platz der Republik, 22765 Hamburg-Altona

www.altonale.de/stamp/

www.finnland-institut.de

Kiltailta – der neue Klönschnack der FDHG

Unser nächster Kilta Ilta findet am 27. Mai 2019 um 19.00 Uhr mit einer Lesung unseres Mitglieds, Frau Dr. Angela Plöger, statt, zu dem wir herzlich einladen.

Die Details finden Sie in der angehängten Datei.

Foto: Suomen Äpy-lehtien liitto ry

Pünktlich zum 1. Mai – in Finnland genannt vappu – geben die Studierenden der Technischen Universität von Helsinki, heute Teil der Aalto-Universität, alle zwei Jahre die mit viel Humor und Augenzwinkern gewürzte Wappuzeitschrift Äpy heraus. In diesem Jahr ist Äpy der Natur gewidmet.

Äpy entstand Weihnachten 1948 und vereinte die finnische Tradition der Weihnachtsmagazine sowie das von derzeit Arbeitslosen verkaufte Apu-Magazin (apu=Hilfe). Seit den 1960er Jahren erscheint Äpy in zweijährigem Abstand jeweils zum 1. Mai. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf werden viele Projekte und Veranstaltungen gefördert, die allen Studierenden zugutekommen.

Im Leitartikel des diesjährigen Natur-Äpy schreibt der Chefredakteur Laulikki Äpy:

„Es heißt, dass die Finnen ein Waldvolk sei. Der etwas kauzige Fennoskandinavier fühlt sich im Schoße der Natur am wohlsten. Es wird dabei jedoch vergessen, dass wir auch ein Wappu-Volk sind. Der herzliche Finne aus Härmä umarmt seine Freunde und hebt das Glas auf das Leben. Die Ruhe ist für die Natur das, was das Ausflippen im Zusammenhang mit Wappu bedeutet. Und beides nistet ganz tief im Inneren unserer Seele. […..]

Äpy ist Zufriedenheit des Geistes ohne große Erwartungen an das Wachstum der Produktivität, eine Erinnerung an die wundersame Schönheit des Lebens und eine Ode an das geteilte Lachen. Produziert von einer Gemeinschaft, die ihr Bestes gibt, ist Äpy dem auf einer Halbinsel verwurzelten Volk gewidmet, seinem Lebenselixier.“

Prinzipien der verantwortungsvollen Redaktion der Wappu-Zeitschrift:

Nachhaltigkeit/Recycling: Wir verwenden unsere Witze mehrmals.

Soziale Verantwortung: Wir aktualisieren unsere Accounts in den sozialen Medien regelmäßig.

Menschenrechte: Jeder Mensch hat das Recht, Äpy-Verkäufer zu werden oder Äpy zu kaufen.

Kinderarbeit: Alle Redakteure sind volljährig und verhalten sich entsprechend.

Das Lesevergnügen beginnt mit der Warnung:

Indem du diese Verschlussklappe öffnest, akzeptierst du folgendes:

  • Die Lesebedingungen
  • Ein Abo für Äpy (2 Jahre, 1 Ausgabe)
  • Deinen eigenen Gemütszustand
  • Die Fakten
  • Den staatlichen Haushaltsplan
  • Den Urlaubsantrag deines Mitarbeiters für den 2.5.2019

Foto: Marianne Sinemus-Ammermann

Der Inhalt besteht aus aktuellem Wortwitz, kurzen Anekdoten, Gedichten und lustigen „Anzeigen“. Nach der Lektüre kann der Leser schließlich seine Origami-Fertigkeiten testen, indem er aus den vorgefalzten Blättern einen Fuchs (repå), eine Robbe (hylge) oder einen Schwan (för svann) faltet – mit steigendem Schwierigkeitsgrad, versteht sich.

Heerscharen von Studierenden verkaufen das Magazin in Helsinki und Umgebung. Dabei repräsentieren sie durch ihre bunten Overalls die jeweilige „Gilde“ ihrer Fachschaft und verwenden sehr unterschiedliche Verkaufstricks, um den Umsatz zu erhöhen – wie z.B. eine freundschaftliche Umarmung nach erfolgreichen Verkaufsverhandlungen.

Im Airport-Shuttle optimiert Emil Fihlman seinen Umsatz durch ein gutes „Feeling“ nach dem Kauf: je nach Tarif – 10 € für arme Studierende, 20 € für die Mittelschicht und 50 € aufwärts für die wohlhabende Oberschicht – steigt das Wohlbefinden des Käufers und die Gewissheit, etwas Gutes für die Wissenschaft geleistet zu haben. Emil studiert Bioinformatik und beantwortet die Frage nach dem vierten Buchstaben mit einem Augenzwinkern: „Wer kann denn schon alles wissen?“